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Es werden zwei Arten von Ventilen unterschieden: Perinet- oder Pumpventile (s. Abbildung) und Dreh- oder Zylinderventile. Trompeten mit Perinetventilen werden auch als Jazz-Trompeten und Trompeten mit Drehventilen auch als "deutsche Trompeten" bezeichnet. Jazz-Trompeten werden trotz ihres Namens jedoch auch oft in der klassischen Musik eingesetzt. Deutsche Trompeten hingegen nie in der Jazz-Musik, weil sie die jazzspezifischen Spieltechniken schlechter unterstützten.

Die Ventile haben die Aufgabe die Rohrlänge zu erweitern, indem die Luft durch sog. Ventilzüge umgeleitet wird. Die genaue Funktion des jeweiligen Ventils in Bezug auf die Rohrlänge wird auf folgender Seite dargestellt.

Die nachfolgenden Informationen beziehen sich ausschließlich auf das Pernetventil.



Wechsel

Bei fast allen Trompeten ab dem mittleren Preissegment aufwärts wird für die Herstellung der Perint-Ventile Monel verwendet. Monel ist eine korrosionsbeständige Nickel-Kupfer-Legierung, die für seine Festigkeit, somit auch Abriebfestigkeit bekannt ist. Es gibt jedoch auch andere Materialien, die sehr gut und beständig laufen. Dies beweist z. B. die Fa. "Getzen", die ihre Ventile aus Nickel herstellt. Wichtig ist jedoch in beiden Fällen die saubere Verarbeitung. Von Billig-Importen aus China, die oft verchromte Messing-Ventile herstellen, sei hier abzuraten. Die Chrom-Beschichtung kann Risse aufweisen oder gar abplatzen.
 
Bei guten Trompeten werden die Wechsel vor dem Verkauf des Instrumentes intensiv poliert (handgeläppt), damit diese von Anfang an einwandfrei funktionieren.

Früher waren die Ventile meistens von unten gefedert. Die Druckfeder saß unterhalb des Wechsels, auf dem Boden der Ventilbüchse. Manchmal ist diese Mechanik noch bei günstigen Instrumenten vorzufinden. Heutzutage sitzt in fast allen Fällen die Druckfeder oberhalb des Wechsels, in einer gesonderten Büchse. Dadurch verringert sich das Risiko, dass diese Herausspringt.