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Blechbläser stehen im Gegensatz zu anderen Musikern zusätzlichen Schwierigkeiten gegenüber. Dies resultiert daraus, dass ein Blechbläser die Schwingungen zur Tonerzeugung mit seinem Körper selber produzieren muss. Die Trompete ist also sozusagen nur der Resonator, der die vom Körper erzeugten Schwingungen innerhalb seiner Rohre reflektiert bzw. verstärkt. Bei einer Gitarre z.B. werden die Schwingungen über die Seite erzeugt und der Korpus dient hier als Resonator. Um konstante und reproduzierbare Schwingungen über den Körper zu erzeugen, welche für den gewünschten Ton, die gewünschte Lautstärke und das gewünschte Klangverhalten benötigt werden, müssen folgende Funktionen des Körpers richtig eingesetzt und somit durch den Trompeter kontrolliert werden: Wenn alle Funktionen aufeinander abgestimmt sind, müssen die Schwingungen durch das richtige optimal in den Resonator übertragen werden. Die folgenden Ausführungen zu den o.g. genannten Punkten werden im allgemeinen gelehrt. Dass es dennoch Trompeter mit abweichenden Methoden gibt, sagt nicht unbedingt etwas über deren Spielqualität aus. So gibt es z.B. Trompeter, welche bewusst abweichende Atemmethoden benutzen. Ebenso gibt es Trompeter, die das Mundstück extrem hoch, tief oder seitlich ansetzen, weil es ihrem Individuum entspricht. Dennoch empfehle ich jedem Anfänger sich auf die allgemeinen Grundlagen zu konzentrieren und nicht, weil es anfänglich vielleicht leichter erscheint, extreme Abweichungen, wie z.B. das Einsetzen des Mundstückes ins Lippenrot, vorzunehmen. AtmungEine elementare Grundvoraussetzung für das Trompetespielen ist die Beherrschung der Zwerchfellatmung (Bauchatmung). Da wir als Mensch in der Regel nicht dazu in der Lage sind, müssen wir dies durch regelmäßiges Üben einstudieren.
Sollte also viel Luft benötigt werden, so sind beide Schritte anzuwenden, ansonsten nur Schritt eins. StützeÜber die Definition von Stütze gibt es immer wieder Meinungsverschiedenheiten, vor allen Dingen über das "wie man stützt" gibt es unterschiedliche Meinungen. Meine Definition lautet folgendermaßen:
Die Luft wird durch Punkt 1 u. 2 nicht mehr ungehindert in das Instrument fließen, weil der natürliche Atemfluss behindert wird. Wie ist es also richtig? ZungenpositionDie Zunge hat die Aufgabe
Der Luftdruck wird durch die Auf- und Abwärtsbewegung des hinteren Zungenrückens verändert. Je höher der Zungenrücken Richtung Gaumen geht, desto höherer ist auch der Luftdruck, denn der gleichen Menge Luft wird durch die Veränderung des Zungenrückens nach oben weniger Platz in der Mundhöhle zur Verfügung gestellt. Ein höherer Luftdruck erzeugt schnellere Schwingungen und begünstigt somit das Spielen von höheren Tönen. Fast alle Blechbläser benutzen die Zunge intuitiv richtig. Eine intuitive Auf- und Abwärtsbewegung der Zunge bzw. des Zungenrückens kann man beim Pfeifen sehr gut beobachten. Das Unerbrechen des Luftstroms erfolgt in den meisten Fällen* durch die Zungenspitze, indem diese hinter die oberen Schneidezähne gelegt wird. Das Freigeben erfolgt durch die Artikulation der Konsonanten "d" bzw. "t", je nachdem mit welchem Härtegrad der Ton angestoßen werden soll. Damit die Zunge bzw. der hintere Zungenrücken nach der Artikulation der Konsonanten "d" oder "t" die richtige Position erhält und damit den richtigen Luftdruck erzeugt, werden die Vokale a ε e i, welche auch Kardinalvokale genannt werden, benutzt: a=geringer Luftdruck, i=hoher Luftdruck. Die Silben für den Zungenstoß lauten damit also "da", "dε", de und di bzw. "ta", "tε", te und ti. *Eine andere Methode den Luftstrom zu unterbrechen besteht darin, den vorderen Zungenrücken an die obere Zahnreihe zu legen. Bei dieser Technik bleibt die Zungenspitze immer in der selben Position, nämlich locker hinter der unteren Zahnreihe fixiert. Die Artikulation erfolgt über den Laut "n" in Verbindung mit den o.g. Vokalen. Aus physikalischer Sicht ist diese Methode des Zungenstoßes effizienter und wird deshalb auch von vielen Trompetern benutzt. Lippenspannung / Mimische MuskulaturDie Lippen müssen dem Luftdruck eine angemessene Gegenkraft entgegensetzen. Je Höher der Luftdruck ist, umso höher muss auch der Gegendruck der Lippe sein, um in jeder Lage ein periodisches Öffnen und Schließen zu gewährleisten. Dies geschieht durch zusammenschieben der Lippen indem die Mundwinkel über den Mundringmuskel "nach innen" gedrückt werden. Viele Trompeter ziehen fälschlicherweise die Lippen auseinander. Dies hat den Nachteil, dass das Lippengewebe noch stärker belastet wird, da dies von keinerlei Muskelaktivität geschützt wird und somit empfindlicher ist. Dies führt unweigerlich zu vermehrtem Mundstückdruck. Weiterhin wird der Luftstrom durch ein Auseinanderziehen nicht mehr effizient in das Mundstück geleitet. Ansetzen des MundstückesBeim Ansetzen des Mundstückes an die Lippe muss darauf geachtet werden, dass die Innenkante des Mundstückes an der oberen und unteren Stelle noch im weißen Bereich der Lippe ist. Vom Einsetzen ins Lippenrot ist wegen der labilen Oberflächenbeschaffenheit abzuraten. Vor allen Dingen besteht beim Einsetzen in das Oberlippenrot die Gefahr des Plazierens. Als Plazieren bezeichnet man die Verringerung der schwingenden Fläche zur Veränderung der Tonhöhe nach oben. Bezüglich Flexibilität, Ausdauer, Intonation und Klang hat diese Methode gravierende Nachteile. |